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08. Februar 2026 8 Min Lesezeit

Restaurant eröffnen: Die komplette Checkliste 2026

Du willst ein Restaurant eröffnen? Diese 12-Punkte-Checkliste führt dich von der Idee bis zur Eröffnung — inklusive Behördengänge, Kosten und Equipment.

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Restaurant eröffnen: Die komplette Checkliste 2026

Bevor du anfängst: 3 ehrliche Fragen

1. Hast du mindestens 2 Jahre Branchen-Erfahrung? Wenn nein, arbeite zuerst ein Jahr in einer Küche. 2. Hast du 50.000–150.000 € Eigenkapital oder Bürgen? Banken finanzieren maximal 70 %. 3. Bist du bereit, 60+ Stunden pro Woche zu arbeiten? Das ist die Realität in den ersten 2 Jahren. Wenn du alle 3 mit Ja beantworten kannst — los geht's!

1. Konzept entwickeln

Ein klares Konzept entscheidet über Erfolg oder Pleite. Definiere: Welche Zielgruppe (Familien, Geschäftsleute, Studenten)? Welche Küche (italienisch, vegan, Asia, Deutsch)? Welche Preisklasse (Imbiss-Niveau 8 €, Mittelklasse 18 €, High-End 35 €+)? Schreibe alles auf 2 Seiten auf — das ist dein Business-Plan-Kern.

2. Standort suchen

Faustregel: Miete + Nebenkosten sollten max. 12 % vom geplanten Monatsumsatz sein. Bei 30.000 € Umsatz also max. 3.600 € Miete. Achte auf: Laufkundschaft, Parkplätze, ÖPNV, Konkurrenz im Umkreis. Verkaufsplattformen wie GastroMarkt zeigen dir oft Restaurants zur Übernahme — viele 1A-Standorte werden NIE auf Immobilienscout angeboten.

3. Gewerbeanmeldung

Geh zum örtlichen Gewerbeamt. Kosten: 20–60 €. Du brauchst: Personalausweis, ggf. Aufenthaltstitel, Konzept. Das Finanzamt schickt dir danach automatisch den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung.

4. Gastronomie-Konzession (Schankerlaubnis)

Pflicht für jeden, der Speisen oder Getränke verkauft. Anlauf: Ordnungsamt. Du brauchst: • Polizeiliches Führungszeugnis (ohne Eintragungen) • Auszug aus dem Gewerbezentralregister • IHK-Unterrichtung (1-Tages-Kurs, 80–150 €) — Pflicht! • Auszug Schuldnerverzeichnis Dauer: 4–8 Wochen. Frühzeitig beantragen!

5. Lebensmittelhygiene-Belehrung

Du UND alle Mitarbeiter brauchen eine Belehrung nach § 43 Infektionsschutzgesetz. Termine beim Gesundheitsamt. Kosten: 20 €. Muss alle 2 Jahre wiederholt werden.

6. HACCP-Konzept erstellen

Ein schriftliches Hygienekonzept ist Pflicht. Es regelt Wareneingang, Lagerung, Zubereitung, Reinigung. Viele Hersteller bieten Vorlagen — oder du nutzt die Muster der IHK kostenlos.

7. Küche & Equipment einkaufen

Hier kannst du am meisten sparen: Gebraucht-Geräte aus Gastronomie-Auflösungen sind oft top in Schuss. Du brauchst mindestens: • Pizzaofen / Herd / Fritteuse (je nach Konzept) • Kühl- & Tiefkühlschrank, Edelstahl-Arbeitstische • Geschirrspüler (Gastro-Profi, kein Haushaltsgerät!) • Kassensystem (TSE-Pflicht seit 2020!) • Beleuchtung, Möbel, Geschirr Gebraucht: 15.000–40.000 €. Neu: 50.000–100.000 €.

8. Versicherungen abschließen

Pflicht oder dringend empfohlen: • Betriebshaftpflicht (Pflicht — schon ab 20 €/Monat) • Inhaltsversicherung (Diebstahl, Feuer, Wasser) • Betriebsunterbrechung • Berufsunfähigkeit (für DICH) Kalkuliere ~3.000–6.000 €/Jahr für alle.

9. Personal anstellen

Plane mindestens 2–3 Festangestellte plus Aushilfen. Mindestlohn beachten, Lohnabrechnung über Steuerberater. Achtung Schwarzarbeit: Wird kontrolliert, kostet bis 30.000 € Bußgeld + Knast.

10. Marketing vor der Eröffnung

Mindestens 4 Wochen vor Eröffnung: • Google-My-Business-Eintrag • Instagram-Account aufbauen (1 Post/Tag) • Flyer in 1 km Umkreis verteilen • Lokale Zeitung kontaktieren • Eröffnungsangebot (z.B. 50 % auf Getränke am 1. Wochenende)

11. Soft-Opening machen

Lade Familie & Freunde zum Probelauf ein, bevor du offiziell öffnest. So testet ihr Abläufe, Speisekarte und Personal. Korrigiere Probleme, bevor zahlende Gäste sie sehen.

12. Eröffnungstag — und durchhalten

Die ersten 12 Monate sind die härtesten. Plane: keinen Urlaub, kaum freie Tage, ständig Cashflow-Stress. Wenn du das überlebst und treue Stammgäste aufgebaut hast, läuft der Laden ab Jahr 2.

Bonus: Bestehendes Restaurant übernehmen

Eine oft unterschätzte Alternative: Ein laufendes Restaurant übernehmen statt neu eröffnen. Du sparst dir 50 % der Anfangsinvestition, hast Stammkundschaft, eingespielte Mitarbeiter und einen Cashflow ab Tag 1. Auf GastroMarkt findest du regelmäßig Restaurants zur Übernahme — von Pizzerien bis Komplettläden.

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